Join the family! - Lernen über Wortfamilien
von Christine Tettenhammer

Heute stellen wir eine interessante Lerntechnik für Fortgeschrittene vor:
Das Lernen über sogenannte
Wortfamilien.
Was ist eine Wortfamilie?
Unter dem Begriff Wortfamilie versteht man eine Gruppe von Wörtern,
die eine gemeinsame etymologische Wurzel haben und nach Herkunft und Bedeutung zusammengehören.
Hier ein Beispiel für eine Wortfamilie zum Wortstamm „wort“:
das Wort, wörtlich, wortarm, wortreich, wortkarg, wortlos, der Wortstamm, der Wortakzent, die Wortfamilie,
das Wortfeld, der Wortschatz, die Wortgewalt, der Wortführer, die Wortwahl, der Wortwechsel, das Wortgefecht, der Wortbruch
– und viele weitere mehr.
Für wen ist diese Lernmethode geeignet?
Solche Sammlungen von Wortfamilien sind vor allem für fortgeschrittene Lerner einer Sprache interessant.
So können Sie ihren Wortschatz wiederholen, vertiefen und das bereits Gelernte besser verknüpft behalten.
Muster der Wortbildung in der Fremdsprache erkennen
Alle, die sich für Wortbildung in der Fremdsprache interessieren,
können anhand von Wortfamilien Muster zur Bildung neuer und zusammengesetzter Wörter feststellen.
Das wird Ihnen helfen, sich die Bedeutung noch unbekannter, zusammengesetzter Wörter schneller zu erschließen.
Wir raten Ihnen aber davon ab, diese einmal erkannten Muster auf eigene Wort-Schöpfungen anzuwenden:
In der Regel liegt man mit solchen Versuchen ziemlich daneben.
Aber diese Lernmethode ist bestens dazu geeignet, um das eigene Übersetzen und Verstehen von noch unbekannten Wörtern zu trainieren.
Die Arbeitsweise
Wir schlagen Ihnen vor, dass Sie sich Ihre Sammlungen zu den Wortfamilien auf großen Karteikarten notieren.
Sie können dabei ganz unterschiedlich vorgehen:
- Sie können zum Beispiel Sammlungen anlegen, in denen auf der Karteikarte das aus einem Wortstamm gebildete Substantiv,
das Verb, das Adjektiv und das Adverb zu finden sind.
Für alle, die Englisch lernen, haben wir hier Vorschläge für
Wortfamilien zum Englischlernen gemacht.
- Sie können auch nur Verben und weitere Zusammensetzungen zu einem Wortstamm auf einem Kärtchen sammeln.
Hier haben wir Beispiele in dieser Form zusammengestellt, für alle, die
Latein mit Wortfamilien lernen möchten.
- Sie können aber auch – wie im Beispiel im Text oben gezeigt – einfach alle Zusammensetzungen zu einem Wortstamm auf einem Kärtchen notieren.
Zu dieser Form des Lernens finden Sie hier Beispiele zum Kroatisch-Lernen mit Wortfamilien.
Viel Spaß bei der Wortschatzarbeit wünscht die Redaktion von Sprachenlernen24.
1. Welche Sprachen (und Dialekte) sprichst du?
Ich spreche Deutsch und Bairisch als „Vatersprachen“.
In der Schule habe ich Englisch, Französisch und (auch ach!) Latein gelernt.
In der Post-Schul-Ära meines Lebens habe ich begonnen Spanisch und Portugiesisch zu lernen.
Seit ich bei Sprachenlernen24 arbeite, begegne ich jeden Tag einer neuen, interessanten Sprache und versuche wenigstens „hallo“ zu lernen.
2. Welche Sprachen lernst du gerade?
Gerade lerne ich Kroatisch und ich hoffe, dass ich dann auch schnell einiges auf Bosnisch und Serbisch sagen kann.
Anschließend muss ich wohl Niederländisch lernen, denn ich habe ein neues Kochbuch und das heißt „de snelle keuken“.
3.Wo hast du deinen letzten Urlaub verbracht?
Ende letzten Jahres war ich viel unterwegs: Angefangen habe ich in Tschechien. Dort war ich drei wundervolle Tage lang mit Freunden im Böhmerwald zum Wandern unterwegs.
Nach so viel Natur, wollte ich mal eine neue Stadt kennenlernen und so bin ich in Amsterdam gelandet.
Lange Spaziergänge entlang der Grachten haben mich zum
Rijksmuseum, dem
Van-Gogh-Museum und zurück gebracht. Ich habe auch gelernt, was „eten op de muur“ (dt. aus der Wand essen) bedeutet und,
dass ich das eher weniger schätze. Danach habe ich in Marrakesch einen frisch gepressten Orangensaft auf dem Djemaa el Fna getrunken und bin den Spuren von Elias Canettis „Stimmen von Marrakesch“ gefolgt. Auf dem Rückweg nach München „musste“
ich einen Stopp einlegen und mir Madrid anschauen.
In Madrid gibt es im Dezember einen Christkindlmarkt auf der Plaza Mayor. Ich habe mich in das
Museo Reina Sofía. Natürlich habe ich auch so manche caña getrunken und bin jetzt
aficionado der
Museo de Jamón in Madrid! - Dazwischen war ich immer mal wieder kurz zu Hause zum Blumengießen.
4. Wohin geht deine nächste Reise?
Als nächstes besuche ich meine Freunde in Rom. Ciao Gabriella! Ciao Gary! - Wärmt schon mal den Pizza-Ofen vor!
Und im Frühsommer kann man mich in Bilbao treffen, wo ich mir einen lang gehegten Herzenswunsch erfülle und endlich ins
Museo Guggenheim gehe!
Was ist deine Lieblingsseite zum Sprachenlernen im Web?
Neben dem Blog von Sprachenlernen24 bin ich häufiger Gast auf dieser Seite:
www.theworld.org/the-world-in-words-podcast
@Patrick Cox: Everytime I listen, your podcasts makes my day!
6. Was ist dein Lieblingswort?
Ich habe ganz viele Lieblingswörter. Auf Chinesisch ist es zum Beispiel 包子 [bāo zi]. Das einzige Wort, bei dem ich die Töne richtig treffe.
Auf Bairisch mag ich das Wort „wax“ - das ist ein Wort, wofür ich seit Jahren nach einer guten Übersetzung ins Hochdeutsche suche. Dieses Wort beschreibt das Gefühl,
das man hat, wenn man zu Beginn des Sommers barfuß über einen Weg mit kleinen Kieselsteinen geht.
Auf Portugiesisch bestelle ich gerne „dois galãoes“ (dt. zwei Gestreifte). In Lissabon gibt es nämlich (meiner Meinung nach) den besten Milchkaffee.
Auf Finnisch mag ich es „Hyvää ruokahalua!“ zu sagen.
Irgendwie könnte ich diese Liste über viele, viele Seiten hin fortsetzen. Aber das erspare ich euch besser.
7. Welches Wort kannst du dir überhaupt nicht merken? /Was ist dein schwierigstes Wort?
Ich vergesse immer, was „vergessen“ auf Portugiesisch heißt.
8.Was kannst du in einer neuen Sprache ganz schnell lernen?
Als erstes lerne ich immer Wortschatz, der mit Kochen und der Küche eines Landes zu tun hat. - Kein Wunder, denn ich habe eine ziemlich große Sammlung von
Kochbüchern in den unterschiedlichsten Sprachen.
9.Was ist dein persönlicher Tipp für alle Sprachen-Lerner?
Mein Tipp: Niemals Angst vor dem ersten Satz in der Fremdsprache haben. Am besten und schnellsten lernt man eine Sprache, wenn man sich die Ohren zuhält und dann
einfach losplappert.
10. Was ist dein Lieblings-Sprichwort? / Weißt du einen guten Zungenbrecher?
Einer meiner Lieblingszungenbrecher ist: „Zwischen zwei Zwetschgenbäumen zwitschern zwei Schwalben“. Versucht mal das ganz schnell hintereinander zu sprechen ...
Der Wechsel vom z-laut auf den sch-Laut am Ende hat es nämlich in sich!
11. Was war das erste Wort, das du sprechen konntest?
Mein erstes Wort war (nach Aussage meines Vaters und der muss es wissen, er war dabei): Tee!
Ausgesprochen mit einem Ausrufezeichen, denn ich habe keinesfalls höflich um Tee gebeten. Nein, ich habe nach „Tee!“ verlangt.
Auch heute noch beginnt ein guter Tag für mich mit einer Tasse grünem Kirschblüten-Tee.
Allerdings kann ich mir den Tee mittlerweile selbst zubereiten und muss nicht andere für mich schuften lassen.
12. Wie würdest du dich selbst in einem Satz beschreiben?
Wie man aus meinen eher epischen Antworten auf kurze und knappe Fragen sofort ersehen kann, ist es leider nicht möglich mich mit nur einem Satz auch nur
annähernd zu beschreiben ;)
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