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Die Schriften der Welt: Das hebräische Alphabet


 
von Christoph Gollub
 
In diesem Artikel zu den Schriften der Welt möchten wir Ihnen das hebräische Alphabet vorstellen.
 
Das hebräische Alphabet gehört zu den ältesten, noch heute verwendeten Schriften. Die frühesten, erhaltenen schriftlichen Zeugnisse sind mehr als 3.000 Jahre alt und stammen aus der Zeit der Herrschaft des König Salomo.
 
Mit der hebräischen Quadratschrift wird übrigens nicht nur die moderne hebräische Sprache geschrieben, wie sie heute in Israel gesprochen wird. Mit dieser Schrift werden auch auch andere jüdische Sprachen aufgeschrieben, wie beispielsweise Jiddisch, das neben der lateinischen Schrift auch in der hebräischen Schrift verfasst wird.
 
Lernen Sie nun das hebräische Alphabet kennen. Wir zeigen Ihnen in der nachfolgenden Tabelle jeweils den hebräischen Buchstaben, seinen hebräischen Namen, die Umschrift in lateinischen Buchstaben und schließlich auch Hinweise zur Aussprache.
 

Buchstabe

Name

Umschrift

Aussprache

א

Alef

'

Knacklaut (als Trennung von zwei Vokalen), kann Vokalträger sein (von a oder e, aber auch von i, o und u) (je nach Punktierung)


ב

Bet *
Vet

b
v

Buch, Bild
Wolke, Wind

ג

Gimmel

g

Gut, Geld

ד

Dalet

d

Dach, Decke

ה

He

h (-)

Herz, Hand; am Wortende stumm*

ו

Vav

v (o,u)

weiches w, als Vokalträger o oder u

ז

Sajin

s

weiches s: Sand, Rasen

ח

Chet

ch

Kehllaut ch: Bach, Buch

ט

Tet

t

Tanz, Tempo

י

Jod

j (i)

Jahr, Jugend; als Vokalträger i: List, Kiste


כ

Kaf *
Chaf

k
ch

Kiste, Kasten
Kehllaut ch: Bach, Buch

ל

Lamed

l

Land, Leben

מ

Mem

m

Mensch, Maschine

נ

Nun

n

Norden, Nebel

ס

Samech

s

scharfes s: was, hast, bis

ע

'Ajin

'

Knacklaut (als Trennung von zwei Vokalen), kann Vokalträger sein (von a oder e, aber auch von i, o und u) (je nach Punktierung)

פ

Pe *Fe

p
f

Porto, Plan
Fenster, Form

צ

Zade

z

Ziffer, Zauber

ק

Qof

k

Kiste, Kasten

ר

Resch

r

Rose, Rasen


Schin *
Sin *

sch
s

Schuh, Scherbe
scharfes s: was, hast, bis

ת

Tav

t

Tanz, Tempo


 
* Anmerkung:
Der Punkt, der bei diesen Buchstaben steht, wird als Dagesch (dt.: Betonung) bezeichnet. Er wird im normalen Gebrauch (in Zeitungen, Büchern etc.) nicht geschrieben, d.h. man muss das Wort kennen, um zu wissen, wie der Buchstabe ausgesprochen wird.
 
Einige Buchstaben des Alphabets nehmen am Wortende eine andere Form an. Diese möchten wir Ihnen nun vorstellen:
 


isolierte Form

Form am Wortende

Umschrift

Beispiel

Chaf

כ

ך

ch

דרך – derech (Weg)

Mem

מ

ם

m

מים – majim (Wasser)

Nun

נ

ן

n

שׁכן – schachen (Nachbar)

Fe

פ

ף

f

חוף – chof (Küste, Strand)

Zade

צ

ץ

z

ארץ – 'erez (Land)


 
Wie beispielsweise auch die arabische Schrift, wird Hebräisch von rechts nach links geschrieben. Sehen Sie selbst:
 

Schreib-/Leserichtung
<----------------------

Schreib-/Leserichtung
----------------------->

שָׁלוֹם! נַעים מֵאוֹד

Deutsch:
Hallo! Freut mich, Sie kennen zu lernen!

Transkription:
schalom! na'im me'od!


 
Das Hebräische ist eine Sprache, in der die Vokale normalerweise nicht geschrieben werden. Die Schrift ist, wie beispielsweise auch die arabische Schrift, eine sogenannte Konsonantenschrift.
 
Es gibt allerdings zwei Konsonanten, die als Lesehilfe auch für Vokale stehen können: Das Vav (ו), das die Vokale o oder u ausdrücken kann, sowie das Jod (י), das für ein i stehen kann.
 
Daneben gibt es auch noch eine sogenannte punktierte Schreibweise. Hierbei werden sämtliche Vokale mittels Punkten und Strichen über bzw. unter den Buchstaben angezeigt. Diese Schreibweise ist jedoch nur in Wörterbüchern und bei Lehrbüchern für Leseanfänger gebräuchlich. Im normalen Schriftgebrauch (Zeitungen, Bücher, Schilder) wird Hebräisch immer unpunktiert geschrieben.
 
Im Hebräischen gibt es ferner keine Unterscheidung in Groß- und Kleinschreibung.
 
Wenn Sie möchten, können Sie auf diesem Blog von Sprachenlernen24 auch gleich noch andere Schriften der Welt kennenlernen:
 
 

Über den Autor

1. Welche Sprachen (und Dialekte) sprichst du?
Ich spreche Deutsch, Englisch und Französisch, daneben habe ich Grundkenntnisse in weiteren Sprachen.
 
2. Welche Sprachen lernst du gerade?
Russisch und Polnisch
 
3. Wo hast du deinen letzten Urlaub verbracht?
Marokko und Spanien
 
4. Wohin geht deine nächste Reise?
USA und Mexiko
 
5. Was kannst du in einer neuen Sprache ganz schnell lernen?
Wortschatz und Redewendungen, die man in alltäglichen Situationen häufig verwendet.
 
6. Was ist dein persönlicher Tipp für alle Sprachen-Lerner?
Nicht zögern, die Fremdsprache im Ausland auch stets zu verwenden und nicht auf eine andere Sprache auszuweichen, in der man sich vielleicht sicherer fühlt (z.B. Englisch).
 

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