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Arten von Grammatiken


 
von Christine Tettenhammer

Arten von Grammatiken

Grammatik ist nicht gleich Grammatik.
 
Da Sie wahrscheinlich bisher nur im Fremdsprachenunterricht eine ganz bestimmte Art von Grammatiken kennengelernt haben, wollen wir Ihnen in diesem Artikel weitere Arten von Grammatiken vorstellen:
 
Didaktische Grammatik:
 
Didaktische (auch: pädagogische) Grammatiken kennen Sie bestimmt aus dem Fremdsprachenunterricht. Solche Lehrwerke konzentrieren sich darauf, dem Lernenden eine Auswahl der wichtigsten Regeln einer Sprache zu zeigen und zu erklären.
 
Nicht immer werden in diesen Lehrbüchern alle Ausnahmen einer Regel angesprochen und aufgezeigt. Oft beschränkt sich der Autor bzw. das Autorenteam einer solchen Grammatik darauf Regeln und Ausnahmen von Regeln zu zeigen, die relativ häufig in der Sprache vorkommen.
 
Deskriptive Grammatik:
 
Deskriptive (auch: beschreibende, linguistische) Grammatiken kennen Sie wahrscheinlich nur, wenn Sie Linguistik (Sprachwissenschaften) studiert haben. Ziel einer deskriptiven Grammatik ist es, die Muster einer Sprache in allen (wirklich möglichst allen!) Einzelheiten aufzuzeichnen.
 
Diese Grammatiken dienen in der Regel Forschungszwecken und so ist es nicht verwunderlich, dass hier den Ausnahmen der Regeln große Aufmerksamkeit geschenkt wird.
 
Referenzgrammatik:
 
Referenzgrammatiken soll der Lerner einer Fremdsprache benutzen können wie ein Wörterbuch. Diese Grammatiken haben den Anspruch, alle Phänomene einer Sprache systematisch zu ordnen und so leicht auffindbar zu machen.
 
Die Nutzung einer solchen Grammatik würden wir aber nur wirklich fortgeschrittenen Lernern ans Herz legen, die sich in der Grammatik der Fremdsprache schon einigermaßen auskennen und darüber hinaus über ein solides Grundwissen von Fachbegriffen im Bereich „Grammatik“ verfügen.
 
Präskriptive Grammatik:
 
Eine präskriptive (auch: normative) Grammatik hat den Charakter eines Handbuchs. Eine solche Grammatik möchte vor allem Muttersprachlern Orientierung geben. Dort werden häufig Probleme vorgestellt, für die es zwei sprachliche Lösungen bzw. Ausdrucksmöglichkeiten gibt.
 
Ein weiteres Ziel solcher Grammatiken ist die Durchsetzung bzw. Festschreibung eines bestimmten Standards oder einer Hochsprache. Normative Grammatiken zeigen also auf, welcher der beiden möglichen Lösungen die 'elegantere' bzw. sozial anerkannte ist.
 
Historische Grammatik:
 
Als „historische Grammatiken“ werden Lehrwerke über Sprachen bezeichnet, die vor der Begründung der modernen Linguistik (am Ende des 18. Jahrhunderts) verfasst wurden. Diese Bücher sind heute für die historische Sprachforschung von großer Bedeutung.

Die Grammatiken von Sprachenlernen24:

Nun fragen Sie sich zurecht, welche Art von Grammatik Ihnen Sprachenlernen24 anbieten kann.
 
Wir verfolgen mit unserem Ansatz einige Zielsetzungen einer Referenzgrammatik – wir haben aber vor allem den Anspruch, Ihnen eine durchdachte, didaktische Grammatik anzubieten.
 
Unsere Grammatiken sind so aufgebaut, dass sie sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene hervorragend zum Lernen geeignet sind.
 
Die Grammatiken werden gemeinsam von deutschen Fachredakteuren und Muttersprachlern, unter Einbeziehung aktueller pädagogischer und sprachwissenschaftlicher Erkenntnisse erstellt.
 
Diese Vorgehensweise hat folgende Vorteile für Sie: Alle grammatischen Phänomene der Fremdsprache werden Ihnen aus der Perspektive „von deutschen für deutsche Muttersprachler“ erklärt. So werden Sie für Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur deutschen Sprache sensibilisiert, lernen effektiv die grammatischen Feinheiten der Fremdsprache und werden mit Hilfe dieser Gebrauchsgrammatik in der Lage sein, die grammatischen Strukturen der Fremdsprache zu verstehen und anwenden zu können.
 
Unsere Grammatiken werden Ihnen einen grundlegenden und anwendungsorientierten Einstieg in die neue Fremdsprache ermöglichen.
 
Die einzelnen Kapitel einer Grammatik sind so aufgebaut, dass sie alleine und für sich stehen und zum Nachschlagen und Lernen verwendet werden können. So können Sie Ihr Lerntempo selbst gestalten und jederzeit nachschlagen, was Sie interessiert.
 
Interessante Links
 
Im Grammatikportal von Sprachenlernen24 finden Sie Grammatiken des Arabischen, Englischen, Französischen, Spanischen und Tschechische
 
 

Über die Autorin

1. Welche Sprachen (und Dialekte) sprichst du?
Ich spreche Deutsch und Bairisch als „Vatersprachen“. In der Schule habe ich Englisch, Französisch und (auch ach!) Latein gelernt.
 
In der Post-Schul-Ära meines Lebens habe ich begonnen Spanisch und Portugiesisch zu lernen.
Seit ich bei Sprachenlernen24 arbeite, begegne ich jeden Tag einer neuen, interessanten Sprache und versuche wenigstens „hallo“ zu lernen.
 
2. Welche Sprachen lernst du gerade?
Gerade lerne ich Kroatisch und ich hoffe, dass ich dann auch schnell einiges auf Bosnisch und Serbisch sagen kann. Anschließend muss ich wohl Niederländisch lernen, denn ich habe ein neues Kochbuch und das heißt „de snelle keuken“.
 

 
3.Wo hast du deinen letzten Urlaub verbracht?
Ende letzten Jahres war ich viel unterwegs: Angefangen habe ich in Tschechien. Dort war ich drei wundervolle Tage lang mit Freunden im Böhmerwald zum Wandern unterwegs. Nach so viel Natur, wollte ich mal eine neue Stadt kennenlernen und so bin ich in Amsterdam gelandet.
 
Lange Spaziergänge entlang der Grachten haben mich zum Rijksmuseum, dem Van-Gogh-Museum und zurück gebracht. Ich habe auch gelernt, was „eten op de muur“ (dt. aus der Wand essen) bedeutet und, dass ich das eher weniger schätze. Danach habe ich in Marrakesch einen frisch gepressten Orangensaft auf dem Djemaa el Fna getrunken und bin den Spuren von Elias Canettis „Stimmen von Marrakesch“ gefolgt. Auf dem Rückweg nach München „musste“ ich einen Stopp einlegen und mir Madrid anschauen.
 
In Madrid gibt es im Dezember einen Christkindlmarkt auf der Plaza Mayor. Ich habe mich in das Museo Reina Sofía. Natürlich habe ich auch so manche caña getrunken und bin jetzt aficionado der Museo de Jamón in Madrid! - Dazwischen war ich immer mal wieder kurz zu Hause zum Blumengießen.
 
4. Wohin geht deine nächste Reise?
Als nächstes besuche ich meine Freunde in Rom. Ciao Gabriella! Ciao Gary! - Wärmt schon mal den Pizza-Ofen vor! Und im Frühsommer kann man mich in Bilbao treffen, wo ich mir einen lang gehegten Herzenswunsch erfülle und endlich ins Museo Guggenheim gehe!
 
Was ist deine Lieblingsseite zum Sprachenlernen im Web?
Neben dem Blog von Sprachenlernen24 bin ich häufiger Gast auf dieser Seite: www.theworld.org/the-world-in-words-podcast @Patrick Cox: Everytime I listen, your podcasts makes my day!
 
6. Was ist dein Lieblingswort?
Ich habe ganz viele Lieblingswörter. Auf Chinesisch ist es zum Beispiel 包子 [bāo zi]. Das einzige Wort, bei dem ich die Töne richtig treffe.
 
Auf Bairisch mag ich das Wort „wax“ - das ist ein Wort, wofür ich seit Jahren nach einer guten Übersetzung ins Hochdeutsche suche. Dieses Wort beschreibt das Gefühl, das man hat, wenn man zu Beginn des Sommers barfuß über einen Weg mit kleinen Kieselsteinen geht.
 
Auf Portugiesisch bestelle ich gerne „dois galãoes“ (dt. zwei Gestreifte). In Lissabon gibt es nämlich (meiner Meinung nach) den besten Milchkaffee.
 
Auf Finnisch mag ich es „Hyvää ruokahalua!“ zu sagen.
Irgendwie könnte ich diese Liste über viele, viele Seiten hin fortsetzen. Aber das erspare ich euch besser.
 
7. Welches Wort kannst du dir überhaupt nicht merken? /Was ist dein schwierigstes Wort?
Ich vergesse immer, was „vergessen“ auf Portugiesisch heißt.
 
8.Was kannst du in einer neuen Sprache ganz schnell lernen?
Als erstes lerne ich immer Wortschatz, der mit Kochen und der Küche eines Landes zu tun hat. - Kein Wunder, denn ich habe eine ziemlich große Sammlung von Kochbüchern in den unterschiedlichsten Sprachen.
 
9.Was ist dein persönlicher Tipp für alle Sprachen-Lerner?
Mein Tipp: Niemals Angst vor dem ersten Satz in der Fremdsprache haben. Am besten und schnellsten lernt man eine Sprache, wenn man sich die Ohren zuhält und dann einfach losplappert.
 
10. Was ist dein Lieblings-Sprichwort? / Weißt du einen guten Zungenbrecher?
Einer meiner Lieblingszungenbrecher ist: „Zwischen zwei Zwetschgenbäumen zwitschern zwei Schwalben“. Versucht mal das ganz schnell hintereinander zu sprechen ... Der Wechsel vom z-laut auf den sch-Laut am Ende hat es nämlich in sich!
 
11. Was war das erste Wort, das du sprechen konntest?
Mein erstes Wort war (nach Aussage meines Vaters und der muss es wissen, er war dabei): Tee!
Ausgesprochen mit einem Ausrufezeichen, denn ich habe keinesfalls höflich um Tee gebeten. Nein, ich habe nach „Tee!“ verlangt.
Auch heute noch beginnt ein guter Tag für mich mit einer Tasse grünem Kirschblüten-Tee.
Allerdings kann ich mir den Tee mittlerweile selbst zubereiten und muss nicht andere für mich schuften lassen.
 
12. Wie würdest du dich selbst in einem Satz beschreiben?
Wie man aus meinen eher epischen Antworten auf kurze und knappe Fragen sofort ersehen kann, ist es leider nicht möglich mich mit nur einem Satz auch nur annähernd zu beschreiben ;)
 

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